Studie

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Die Welt von heute und morgen –

Erste Forschungsergebnisse der Jugendstudie
JugendPerspektive: Wünsche.Ängste.Ziele

Das innovative Forschungsprojekt ist eine Kooperation zwischen dem Institut für Soziologie an der Karl-Franzens-Universität Graz, unter der Leitung von Assoz. Prof. Mag. Dr.rer.soc.oec. Sabine Haring-Mosbacher und dem Verein 150 Jahre Lichtenfelsgymnasium im Rahmen des Projekts „Future of Life“.

Im Mittelpunkt der Studie stehen Fragen nach den zentralen Werten und Einstellungen der Jugendlichen einerseits und Fragen hinsichtlich ihrer Zukunftserwartungen andererseits. Wohin wird sich Meinung der befragten Schülerinnen und Schüler die Welt angesichts großer Prozesse wie Klimawandel, Migration, Digitalisierung, Robotik und künstliche Intelligenz hinbewegen?

An der Befragung haben bislang bereits 664 Schüler*innen im Alter zwischen 14 und 20 Jahren in fünf steirischen Schulen teilgenommen. Zusätzlich zu einer umfangreichen Fragebogenerhebung wurden die Schüler*innen bei Firmenbesuchen begleitet. Mittels der Methode Permanent Writing konnten die konkreten Themengebiete für die Studie im Vorfeld direkt mithilfe der Schüler*innen herausgearbeitet werden.

Erste Ergebnisse zeigen, dass 66,5% der Jugendlichen mit ihrem Leben sehr oder eher zufrieden sind. Buben aber geben mit 37,3% öfter an, sehr zufrieden zu sein als dies Mädchen mit im Vergleich mit nur 27% tun.

Die Top-Drei wichtigsten Lebensbereiche der befragten Schüler*innen sind (1) Familie mit 91,2%, (2) Freund*innen mit 83,3% und (3) Freizeit und Gesundheit mit je 76%. Die Jugendlichen liegen mit dieser Einstufung voll im Trend aktueller Werteumfragen.

Die Befragung der Jugendlichen nach ihren zukünftigen Arbeitspräferenzen zeigt, dass Rollenbilder hierhin weiterhin wirksam sind. Stehen an den ersten drei Stellen der Gesundheitsbereich (46% Nennungen), der Sozialbereich (45%) und der Medienbereich (41%), so sind es vorwiegend Mädchen, die sich vorstellen können, in den beiden erstgenannten Berufsfeldern (je zu knapp 60%) sowie im pädagogischen (46,5%) und künstlerischen Bereich (30,2%) später tätig zu sein. Burschen hingegen sehen sich hauptsächlich in Technik (51,5%) und Wirtschaft (38,3%). Der naturwissenschaftliche Bereich sowie das Berufsfeld Medien werden von Mädchen und Burschen ungefähr gleich häufig genannt. Für beide ist ein gutes Einkommen der wichtigste Aspekt für die zukünftige Arbeit (83%), gefolgt vom Ausleben persönlicher Interessen (54%) und eine gesicherte Arbeitsstelle (52%). Während für Burschen aber das Einkommen noch einmal wichtiger ist als für Mädchen (88% zu 79%), machen sich gut 50% der Mädchen bereits heute Gedanken darum, wie sie später Familie und Beruf unter einen Hut bringen werden.

Jugendlichen stehen Wirtschaft und Politik durchaus skeptisch gegenüber, der wirtschaftliche Einfluss auf das alltägliche Leben wird von knapp 80% der Befragten als groß wahrgenommen. Dennoch schätzen die Schüler*innen die Globalisierung als insgesamt positiv ein.

Kritisch aber blicken die Jugendlichen in die Zukunft, wenn es um Klimawandel und Naturkatastrophen geht. Mädchen machen sich insgesamt mehr Gedanken, sind eher mit Ängsten und Sorgen konfrontiert; so haben 30,1% der Mädchen Angst davor, was die Zukunft bringt, aber nur 17,9% der Burschen.

Teilnehmende Schulen:

  • BG/BRG Lichtenfels
  • BG/BRG Gleisdorf
  • HAK Grazbachgasse
  • BG/BRG Oeversee
  • BG/BRG Köflach
  • Sainte Jeanne-Elisabeth de Paris

Forschungsteam:

  • Studentische Mitarbeit: Michaela Karner, BA, Beate Magdalena Klösch, BSC BA, Christoph Bauer, Dipl.-Ing. BA BSc, Hannes Müller, BA

Unterstützende Firmen der Studie:

>> www.pluto.at

>> IKK Engineering

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